Disneyland-Paris-Beschilderung-AutobahnAm frühen Sonntag morgen machten wir uns mit zwei Bekannten auf, in Richtung Disneyland Resort Paris. 400km sind es genau, von unserer Haustür bis zum magischen Königreich, also kann es eine entpannte Autofahrt werden, was es auch wurde. Unsere beiden Begleiter waren noch nie im Disneyland gewesen, so dass es unsere Aufgabe war, ihnen alles zu zeigen und zu erklären, dass es sich bei den Disney-Themenparks nicht um gewöhnliche Freizeitparks handelt.

Um 9:00 Uhr kamen wir bei herlichem Wetter im „Hotel Santa Fee“ an. Nach einem kurzen Check In (unser Zimmer steht erst ab 16:00 Uhr bereit) und wir unsere Eintrittskarten in der Hand hielten, machten wir uns auch schon direkt auf den Weg Richtung „Disney Village“. Jetzt wurde unseren Neulingen so langsam klar, dass es sich um keine normalen Freizeitparks handelt.

Pünktlich um 10:00 Uhr betraten wir den Disneyland Park und machten uns auf zur „Railroad Station“ um erst einmal eine Fahrt um das Magische Königreich zu machen. Wir fuhren vorbei am Frontierland (dem Land der Grossen Pioniere) , Adventureland (das Abenteuerland um Peter Pan), Fantasyland (wo man einen herlichen Blick auf das Märchenschloss hat), Discoveryland (das Land der grossen Pioniere und Visionäre jener Zeit) und zurück zur Main Steet USA (ein um 1900 nachemfundener Stassenzug im viktorianischen Stil, die er Geburtstadt von Walt Disney ähneln soll).

 

Von der Main Street aus, machten wir uns auf den Weg ins Frontierland, direkt in Richtung „Big Thunder Mountain“, wo wir den ersten Schlag bekommen haben. Über 60 Minuten anstehen, und dass schon um 11:00 Uhr. Aber zum Glück gibt es „Fast Pass“. Ruck zuck gezogen und unsere reservierten Plätze stehen ab 16:00 Uhr bereit. Wenn wir jetzt schon nicht mit der Bahn fahren können, dann fahren wir doch einfach mal um die Bahn - mit einem grossen Riverboad, was selbstverständlich an den Mississippi erinnern soll. Vom Boot hatten wir einen super Blick auf die Canyon Bahn und auf das verlassene Herrenhaus, dem „Phantom Manor“, das wir natürlich nicht ausliessen.

Holger_Lisa_Martin_Yvonne_300Vom Frontierland gingen wir rüber ins Adventureland. Nach der aufregenden Fahrt durch „Pirates of the Caribbean“, einem umher laufen durch das Felsenlabyrinth, einem kurzen Abstecher zur Familie Robbinson, die wir aber nicht in ihrem Baumhaus angetroffen haben, fanden wir den Weg zu „Indiana Jones“. Doch leider standen wir schnell vor einem grünen hohen Bauzaun. Dann eben nicht! Es gibt ja noch genug zu sehen. Auf rüber ins Fantasyland.

Schon von Weitem kann man ein Klicken hören. Bei unseren Neulingen: Fraglose Blicke. Die Antwort: „It`s a small world“. Unsere Frauen wären am liebsten den Rest des Tages in diesen Booten sitzenbeglieben - durften Sie aber nicht. Andere wollen sich ja schliesslich auch diesen Ohrwurm holen. Die Musik ging einfach nicht mehr raus. Das ist eben Disney.

Vom Fantasyland gibt es eine Abkürzung ins Discoveryland. Und wir machten erstmal Pause im „Videopolis“. Lustige Disneycartoons wurden da auf Leinwänden gezeigt – auch einige auf deutsch. Als nächstes stand „Space Mountain“ auf dem Programm – allerdings nur bei uns Männern. Unsere Frauen wollten lieber noch ein- zweimal mit „It`s a small World“ fahren. 1 Stunde Wartezeit vor der Riesenkanone wurde uns angezeigt. Als wir endlich von Aussen ins Innere des Gebäudes gehen wollten, wurde uns mitgeteilt, dass die Bahn einen technischen Defekt hat und dass es noch ca. 30Minuten dauern kann, bis es wieder weiterging. Viele verlissen den Wartebereich schon jetzt. Als es nach über 30Minuten immer noch nicht weiter ging, gaben wir auch auf und machten uns auf den Weg zum verabredeten Treffpunkt. Über eine Stunde waren wir ja jetzt schon weg. Am Treffpunkt angekommen – keine unserer Frauen in Sicht. Nach etlichen Minuten Warten kamen sie dann auch und fragten, wie die Fahrt denn war? Sie waren 5mal mit „Small World“ gefahren.

Den Rest des Tages schauten wir uns noch die grosse Parade an, gingen durch die zahlreichen Geschäfte und schauten sehr lange dem Glasbläser im Dornröschenschloss zu.

Auf dem Weg zum Hotel mussten wir natürlich noch jedes Geschäft im „Disney Village“ durchqueren. Im Hotel, bekamen wir noch unsere Zimmerschlüssel. Wir hatten ein Zimmer mit zwei Doppelbetten. Als die Vergabe der Betten geregelt waren und wir endlich unsere Füsse hochlegen konnten, wollte keiner mehr so richtig aufstehen, doch der Hunger trieb uns an. Wir hatten ein Tisch im hoteleigenen Buffetrestaurant reserviert. Es gab leckere Texmexküche.

Nach dem Essen und einem langen Spaziergang um den „Disney-Fluss“ fielen wir totmüde in unsere Betten und schliefen auch direkt ein.

Lisa_und_Pluto_300Nach einer erholsamen Nacht machten wir uns gegen 8:00 Uhr auf in Richtung Fantasyland zum Frühstück, „Peter Pan“, „Pinoccio“, „Schneewittchen“, „Tea Cups“und natürlich „It`s a small World“  stand auf dem morgendlichem Programm. Einen Abstecher ins Discoveryland erlaubte uns noch eine Fahrt mit „Buzz Lightyear“, „Star Wars“ und für die Männer „Space Mountain“.

Gegen Mittag verliessen wir den „Disneyland Park“  und gingen rüber in den Schwesterpark, den „Disney Studios“.  In „Studio 1“ wurde unseren Neulingen schnell klar, dass man nicht alles glauben darf, wenn man nur die Vorderseite sieht. Man sollte viel öfter einmal hinter etwas schauen. Als wir das Studio verliessen hatten wir einen wundervollen Blick auf den Hollywood Boulevard, an deren Ende die „Studio Tram Tour“ und links unüberschaubar ein verlassenes Luxushotel lag, das „Hollywood Tower Hotel“. Schnell zogen wir 4 „Fast Pass Tickets“, stellten uns aber trotzdem an, weil die Wartezeit nur wenige Minuten betrug. Nach dieser aufregenden Fahrt in einem verrückten Fahrstuhl, hatten die Frauen genug davon, so dass jeder von uns Männern gleich zwei mal das „Fast Pass“ am späten Nachmittag nutzen konnte. Nach dieser aufregenden, atrenalienüberschütteten Fahrt begaben wir uns in die „Studio Tram Tour“. Und schon wieder wurde es einem klar gemacht, dass man mit einer guten Kulisse die Menschen direkt von einer in eine ander Welt befördern kann.

Attraktionen, wie „Rock and Roller Coaster“  und „Cruch Coaster“ liessen wir natürlich nicht aus, ebenso, die zahlreichen Shows wie „Motor Action“, „Cinemagique“,  „Animagique“und „Rendevous le Stars“ und zu Guter Letzt die neue Parade „Stars and Cars“.

Abends war wieder ein Buffet angesagt. Diesmal nicht im „Hotel Santa Fee“, sondern im „Hotel Cheyenne“ – ein reichhaltiges, leckeres Westernbuffet zu normalem Preis.

An unserem Abreisetag besuchten wir nocheinmal die Attraktionen die uns am Besten gefallen haben und sahen uns die glanzvollen und mit viel Liebe gestallteten Paraden an.

Schade, dass diese Tage so schnell vorbei gingen –  auf jeden Fall kehren wir in einem Jahr wieder zurück.

 

Familie Günter